Grundstueck.net:

Das Erneuerbare Energien Gesetz

Die Geschichte des erneuerbare Energien Gesetzes reicht bis in die Zeit der deutschen Wiedervereinigung zurück. Denn der Vorläufer des EEG war das sogenannte Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, kurz Stromeinspeisungsgesetz, welches am 07.12.1990 in Kraft getreten ist. Zum damaligen Zeitpunkt wurde Strom aus erneuerbaren Energiequellen, Wasserkraft ausgenommen, nur von kleinen Unternehmen erzeugt. Die großen Stromerzeuger verweigerten oder erschwerten Diesen zumindest den Zugang zu dem Ihnen gehörenden Verbundnetz. Das Stromeinspeisungsgesetz verpflichtete die Netzbetreiber fortan, Strom aus erneuerbaren Energiequellen einzuspeisen und den Erzeugern Mindestvergütungen auszuzahlen, welche an den Durchschnittserlös für Strom gekoppelt waren.


Im Jahr 2000 war es dann soweit und das Stromeinspeisungsgesetz wurde am 01. April 2000 durch das erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vom 29. März 2000 ersetzt. Erstmals in die Förderung wurde nun auch geothermische Energie einbezogen. Zudem wurden die staatlichen Subventionen für Anlagenbetreiber auf kleinere Anlagen konzentriert um den gewollten Charakter einer Anschubförderung zu stärken und zu erhalten. Eine erste Änderung erfuhr das Gesetz zum Jahreswechsel 2003/2004 – der Fokus lag hier auf der Photovoltaik deren Förderung nach dem Auslaufen des tausend Dächer Programms angepasst wurde.


In den Jahren 2004 und 2008 folgten Novellierungen des Erneuerbare Energien Gesetz, in welchen zunächst Kürzungen der Förderung der Windenergie beschlossen wurde, später dann auch bei der Photovoltaik. Weitere wesentliche Punkte waren, die allgemeine Höhe der Fördersätze, sowie die bessere Stellung von Anlagenbetreibern zur Erzeugung erneuerbarer Energien gegenüber örtlicher Netzbetreiber. Unter anderem beinhaltete die Novellierung den Wegfall der Vertragspflicht.
Für die Photovoltaik wurde zusätzlich die gleitende Degression eingeführt, welche dafür sorgt, dass bei großem Zubau und folglich höheren Vergütungskosten, die Förderungen pro Kilowattstunde im darauffolgenden Jahr schneller abgesenkt werden. Andersrum wurde auch festgelegt, dass für den Fall des Nichterreichens des Zubauziels, die Absenkung verlangsamt wird. Der jeweils gültige Degressionssatz für die Einspeisevergütungen des Folgejahres werden zum 31.10 des laufenden Jahres durch die Bundesnetzagentur veröffentlicht.


Die EEG-Umlage wird oft als Kostentreiber bei den Strompreisen bezeichnet, was allerdings nur die halbe Wahrheit wiederspiegelt. Tatsächlich dürfte diese keine negativen Auswirkungen auf die Strompreisentwicklung haben. Die EEG-Umlage bezeichnet die Mehrkosten, welche von den Netzbetreibern, welche EEG-Strom aufnehmen, den Übertragungsnetzbetreibern berechnet werden.  Den Kosten für die erneuerbaren Energien steht allerdings laut dem Bundesministerium für Umwelt ein erheblicher, vor allem finanzieller, Nutzen gegenüber. So seien beispielsweise im Jahr 2006 durch die Verdrängung des teuren Großhandelsstroms rund 5 Milliarden Euro eingespart worden.

 

Was bei der EEG-Umlage ebenfalls nicht berücksichtigt wird, dass die Versorger für den Strom aus erneuerbaren Energiequellen, beim Endverbraucher deutlich höhere Preise erzielen können. Durch die großen Netzbetreiber werden jedoch seit Jahren nur die Belastungen an den Endkunden weitergegeben und keinerlei Vergünstigungen, was wiederum zu einer deutlich gesunkenen Akzeptanz erneuerbarer Energien in unserer Gesellschaft geführt hat.

 

Ratgeber für erneuerbare Energien in den eigenen vier Wänden:

http://www.bauen-und-sanieren.de/haustechnik.html