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Vorsicht bei der Grunderwerbssteuer

Einen nicht unerheblichen Teil der Baunebenkosten macht die Grunderwerbssteuer aus. Und hier gibt es einen Punkt besonders zu beachten: Wer ein Grundstück als Bauland kauft, muss genau hinschauen, wer der Verkäufer ist, um nicht unnötig hohe Kosten für den Hausbau zahlen zu müssen. Wird das Grundstück von einer Privatperson oder einer Gemeinde erworben, ist keine Gefahr im Verzug. Wird das Grundstück jedoch von einem Bauträger erworben, der später auch mit dem Hausbau beauftragt wird, so wartet eine böse Überraschung auf die Bauherren. In diesem Fall wird die Grunderwerbssteuer nämlich nicht nur auf den Kaufpreis des Grundstücks berechnet. Auch der Preis für das noch zu erstellende Haus wird dann zugrunde gelegt, was deutliche Steigerungen im Betrag der Grunderwerbssteuer mit sich bringt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Je höher der Preis, desto höher die Steuer

Je höher also der Preis für den anschließenden Hausbau, desto höher fällt auch die Steuer aus. Beispielhaft sei hier ein Fertighausanbieter genannt, der zunächst nur das Grundstück verkauft, anschließend ein Fertighaus darauf errichtet. Bauherren legen dabei großen Wert auf hohe Qualität. Dementsprechend entscheiden sie sich für hochwertige Fliesen, Parkettböden, VELUX® Dachfenster und Sanitäranlagen sowie Bad-Armaturen von namhaften Herstellern.

Je hochwertiger nun die Ausstattung ist, desto höher wird der Kaufpreis für das Fertighaus werden. Gehen wir jetzt von einem Grundstückspreis von 40.000 Euro und einem Preis für das hochwertige Fertighaus, das schlüsselfertig übergeben wird, von 200.000 Euro aus, so errechnet sich die Grundsteuer auf den Gesamtbetrag von 240.000 Euro. Bei einer Grundsteuer von 3,5 Prozent ergibt sich somit ein Betrag von 8.400 Euro. Müsste diese nur auf das Grundstück bezahlt werden, welches von einer Privatperson erworben wurde, läge sie bei 1.400 Euro. Es entstehen also alleine durch den Kauf vom Bauträger Mehrkosten in Höhe von 7.000 Euro – nur auf die Grunderwerbssteuer berechnet. Auch die Notarkosten können durch diesen Kauf erhöht werden. Insofern sollte der Anbieter des Grundstücks sehr genau betrachtet werden.

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Bildquelle: VELUX Deutschland GmbH